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Text und Bilder sind © by Profispicken. Diese Seite existierte keider nicht, darum haben wir es zum Glück gesichert.


Spicken / Anwenden


Text von Profispicken (c) 02-05

Übersicht

  • Mündliche Ausfrage
    • Ausfrage mit Rauskommen
    • Ausfrage ohne Rauskommen
  • Schriftliche Ausfrage
  • Klausur/Schulaufgabe
    • Vor der Prüfung
    • Während der Prüfung
      • Vom Nachbarn abschreiben
      • Vom Spickzettel abschreiben
    • Nach der Prüfung
  • Extemporale/Stegreifaufgabe

Mündliche Ausfrage

Ausfrage mit Rauskommen:

Der Lehrer ruft Dich auf und Du musst Deinen Platz verlassen und Dich vor die Klasse stellen. Bei dieser Art der Befragung ist es sehr schwer zu spicken. Versuche Dich möglichst nah an die erste Reihe zu stellen, so dass die dort sitzenden Schüler Dir einsagen können. Probleme dabei sind, dass diese Dir nicht helfen wollen oder nicht helfen können, da sie selber nichts wissen oder der Lehrer sie beobachtet. Falls Du etwas an die Tafel schreiben musst, kannst Du einen Spickzettel aus Deiner Tasche holen und Dich so vor den Zettel stellen, dass der Lehrer es nicht sieht.

Ausfrage ohne Rauskommen:

  • Hier geht das Spicken schon etwas einfacher. Am Einfachsten ist es natürlich, wenn Dir Deine Banknachbarn einsagen. Probleme hierbei könnten sein, dass diese nichts wissen, Dir nicht helfen wollen, sie zu leise reden (evtl. am Anfang des Schuljahres austesten), sie krank sind oder der Lehrer es sieht. Man sollte sich also nicht auf seine Banknachbarn verlassen.
  • Außerdem ist es noch möglich, dass Du Dir Notizen, die Du vorher auf den Tisch geschrieben hast oder einen Zettel vor/in Deinem Ordner/Federmäppchen durchliest. Wenn Deine Bank einen Sichtschutz für die Füße hat, kannst Du Dir auch einen Zettel auf den Oberschenkel legen.
    Damit der Lehrer nichts merkt, solltest Du folgendermaßen vorgehen: Während Dir vom Lehrer noch die Frage gestellt wirst, senkst Du den Kopf und liest bereits von Deinem Zettel. Der Lehrer wird denken, Du konzentrierst Dich oder überlegst noch. Ein Kulli in Deinen Händen, mit dem Du spielst, wird den Lehrer noch mehr von Deiner eigentlichen Tätigkeit ablenken. Wenn er mit der Frage fertig ist, solltest Du nicht mehr allzu lange warten und den Kopf langsam heben, da Du wahrscheinlich bereits beobachtet wirst. Schaue den Lehrer noch ein paar Sekunden an und fange dann langsam an zu erzählen. Berichte all Dein Wissen. Sollte der Lehrer Dich zwischendurch nicht anschauen, andere Schüler aufrufen oder Schwätzer ermahnen, hast Du die Gelegenheit nutzen, um kurz auf Deinen Zettel zu schauen. Senke dabei immer den Kopf, so dass der Lehrer Deine Augen nicht sieht. Hast Du dem Lehrer Dein Wissen ausführlich erläutert, wird er Dir eine neue Frage stellen. Gehe dabei weiter vor, wie bereits beschrieben.
    Solltest Du noch einmal während Du redest nachschauen müssen, kannst Du eine kleine Pause machen und so tun, als ob Du nachdenkst. Hierzu schaust Du etwas in den Gegend rum und senkst wieder den Kopf. So kannst Du mehrmals kurz auf Deinen Zettel schauen. Wenn Du danach den Kopf noch etwas umherschwenkst und die Augen nach oben drehst, sieht es sogar einigermaßen glaubwürdig aus. Diese Methode erweckt natürlich sehr leicht Verdacht beim Lehrer.

Schriftliche Ausfrage


Wenn Du einen Text übersetzen oder on Latein die "Wiederholung der Hausaufgabe" machen musst, kannst Du Dir einen Zettel vor/in Dein Federmäppchen/Ordner oder auf Deine Oberschenkel legen und von diesem ablesen. Vorraussetzung ist natürlich, dass Du bereits einen Spickzettel gemacht hast. Alternativ kann man den Spicker auch an den Stuhl oder Rücken des Vordermannes kleben. Wenn der Lehrer vorbeigeht, sollte sich Dein Vordermann natürlich darum kümmern, dass der Zettel verschwindet. Wenn Du keinen Zettel vorbereitet hast, kannst Du auch versuchen, Dein Heft/Blatt auf den Stuhl zu legen. Oder Dein Nachbar legt sein offenes Heft leicht schräg vor sich. Allerdings sind die Lehrer auch nicht blöd.

Bei der Wiederholung der Hausaufgabe kannst Du die Lösung auch zwischen die Zeilen schreiben und danach wieder etwas wegradieren, so dass es gerade noch lesbar ist. Wenn Du erwischt wirst, kannst Du dann sogar noch sagen, dass das das nicht von Dir stammt und dass Du es nicht geschafft hast, es vollständig wegzuradieren.

Klausur/Schulaufgabe

Vor der Prüfung:

Die wichtigsten Sachen stehen bereits in "Der ideale Platz zum spicken". Baue Dir eine gute Deckung zum spicken und richte alles her (Stifte, Taschenrechner..), damit Du später nicht mehr auffällst. Vergewissere Dich unauffällig, dass sich Dein Spickzettel am richtigen Platz befindet (In der Hosentasche, Kapuzenpullitasche oder unter Deinem Federmäppchen).

Während der Prüfung:

Generell ist es so, dass der Lehrer in den ersten fünf bis zehn Minuten noch sehr gründlich aufpasst, dass niemand spickt. In dieser Zeit kannst Du Dir erst mal die Aufgaben durchlesen und die Fragen beantworten, die sowieso kein Problem sind.
Aber auch hier gibt es unterschiedliche Lehrer. Einige räumen gerade in den ersten 15 Minuten ihren Platz auf und machen es sich richtig gemütlich. Solltest Du so einen Lehrer erwischt haben, muss diese Zeit dringend mit abschreiben und spicken ausgenutzt werden. Gemeinsam haben aber wieder eigentlich alle Lehrer, dass sie in den letzten zehn Minuten alles sehr gründlich beobachten. Das liegt zum Einen daran, dass denen auch langweilig wird. Zum Anderen daran, dass es unter Schülern üblich ist, wenn man die Arbeit fertig geschrieben hat, einen Blick zum Nachbarn zu werfen, um das letzte Unwissen zu beseitigen. Logisch, dass der Lehrer das verhindern will. In dieser Zeit solltest Du keine Zettel mehr verwenden. Ein kurzer und schneller Blick zum Nachbarn kann aber notfalls nicht schaden.

  • Vom Nachbarn abschreiben:
    Je mehr Nachbarn man hat, desto mehr kann man natürlich abschreiben. Die Gefahren, beim Nachbarn abzuschreiben, sind nicht nur, dass der Lehrer das mitbekommt, sondern auch, dass Dein Nachbar interessante aber leider falsche Sachen schreibt, oder - noch schlimmer - noch weniger weiß als Du. Vorteilhaft ist ein Nachbar oder eine Nachbarin, die keine offenen Haare hat. Bedenke, dass einige Lehrer so auseinandersetzen, dass Du gar keinen Nachbarn hast.
    Es bieten sich mehrere Möglichkeiten mit dem Nachbarn zu kommunizieren. Zum Einen kannst Du einfach flüstern. Je weiter hinten Du vom Lehrer entfernt sitzt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Ihr dabei gehört werdet. Schaue Deinen Nachbarn dabei aber auf keinen Fall an, sondern halte den Kopf gesenkt, damit der Lehrkörper Deinen Mund nicht sehen kann.
    Ferner kannst Du einfach Deine Fragen oder Antworten auf einen Zettel, Radiergummi oder ein hölzernes Lineal schreiben und Deinem Nachbarn zukommen lassen. Ebenso wie das flüstern ist diese Methode sehr riskant. Damit Dein Nachbar Deine Hilfeversuche auch wahrnimmt, kannst Du ihn mit dem Fuß oder Ellebogen anstupsen.
    Relativ unauffällig ist es, wenn Du mit Deinem Banknachbarn die gleiche Angabe verwendest und Ihr auf diese die Fragen und Antworten schreibt oder Ihr mit Hilfe beider Angaben kommuniziert (Geht sogar - wenn Ihr sie hochhaltet und so tut, als ob ihr sie durchlest- über einige Bänke). Bedenke hierbei, dass nicht wenige Lehrer die Angabe miteinsammeln.
    Am Häufigsten jedoch schreibt man einfach vom Blatt des Nachbarn ab. Achte darauf, dass Du ihn dabei nicht zu sehr belästigst.
    Wenn Du vor Deinem Spickversuch nachschauen willst, ob der Lehrer in Deine Richtung guckt, solltest Du den Kopf langsam nach vorne richten und so tun, als ob Du überlegst. Verharre so einige Sekunden und richte dann den Blick langsam wieder auf Dein Blatt. Während dieser Bewegung kannst Du den Blick auf Deinen Lehrer schweifen lassen. Wenn er herschaut, solltest Du von dem Spickversuch zu diesem Zeitpunkt ablassen. Wirst Du nicht beobachtet, schwenke den Kopf wieder zu Deinem Blatt. Mit den Augen kannst Du jetzt aber auf das Blatt Deines Nachbarn schielen. Es ist allerdings nicht notwenig, dass Du vorher schaust, ob Du beobachtet wirst. Weshalb? Lese weiter!
    Stütze Deinen Kopf mit der Hand an der Stirn auf. Lass den Kopf jedoch gerade und schiele nur auf das Blatt Deines Nachbarn. Meistens wird man erwischt, weil der Lehrer den schrägen Kopf sieht. Am Besten tust Du während dem Durchlesen des Nachbarblattes so, als ob Du mit der freien Hand schreibst oder Deine Angabe durchliest. Dafür fährst Du mit dem Finger oder einem Stift die Zeilen auf dem Angabenblatt nach.
    Natürlich fällt es auch auf, wenn Du die ganze Zeit Deinen Kopf stützt. Wenn Du nur kurz auf das Blatt Deines Nachbarn schauen willst, kannst Du auch die Hand weglassen, solltest aber auf jeden Fall von Deinen eigentlichen Blicken ablenken, indem Du das Durchlesen der Angabe oder Schreiben vortäuschst. Selbst wenn der Lehrer Dich anschaut - da Du den Kopf nicht gedreht hast und er Deine Augen nicht sieht, wird er meinen, dass Du Dir bloß die Angabe durchliest oder etwas schreibst.
    Sollte Dich der Lehrer aus irgendwelchen Gründen ermahnen, reagiere nicht darauf, sondern schreibe einfach weiter (Den Blick aber wieder auf das eigene Blatt richten!). Wenn Du ihn anschaust, wird er darin bestätigt, dass Du gespickt hast. Wenn Du hingegen nicht aufschaust, wird er verunsichert und denkt, dass er Dich fälschlicherweise verdächtigt hat und Du nur konzentriert arbeitest.

    Ordner spickenBei einigen Lehrern ist es üblich, dass zwischen zwei Schüler ein Rucksack oder ein Ordner gestellt wird. Flüstern und Zettelkommunikation stört dieses Hindernis aber nicht. Deinem Nachbarn auf das Blatt zu schauen, erschwert dieses Hindernis allerdings schon. Um es trotzdem zu machen, muss der Rucksack erstmal etwas nach vorne gerückt werden. Wenn Du rüberschauen willst, ducke Dich ein wenig (Wenn Du sehr groß bist, dürfte aber selbst das nichts mehr helfen) und schaue durch den kleinen Spalt. Mehr als ein Drittel des Blattes wirst Du aber trotzdem nicht sehen. Dafür hilft Dir die Schultasche im Folgenden als Deckung sehr viel weiter.

  • Vom Spickzettel abschreiben:
    Lineal Deckung Falls Deine Bank einen Sichtschutz hat, kannst Du den Zettel vor der Prüfung in Deine Hosen- oder Pullitasche stecken und während dem Austeilen der Angabe unauffällig herausholen und auf Deinen Oberschenkel legen oder Dich draufsetzen.
    Am Einfachsten ist es aber, den Spickzettel auf dem Tisch zu haben. Vor der Prüfung hast Du den Zettel ja bereits unter das Federmäppchen gelegt. Ein Stück sollte immer rausschauen, damit Du den Zettel auch rausfischen kannst. Damit der Lehrer Deine Hilfsmaterialen aber während dem Austeilen (oder auch später!) nicht sieht, legst Du am Besten einen Stabilo-Point vor Dein Federmäppchen und auf den Tisch.
    Spickzettel Deckung Wenn Du nicht mehr weiterweißt, ziehe den Zettel etwas unter Deinem Federmäppchen hervor. Am Sichersten ist es, wenn Du - während Du den Spickzettel durchliest - so tut, als ob Du schreibst oder die Angabe durchliest. Dafür fährst Du mit dem Zeigefinger oder einem Stift die Zeilen auf dem Angabenblatt nach.
    Schaue den Lehrer niemals direkt an, achte aber darauf, dass er nicht in Deine Nähe kommt. Sollte dies passieren, schiebe den Spickzettel so schnell wie möglich wieder unter Dein Federmäppchen. Selbst wenn der Lehrer direkt neben Dir stand und Du den Zettel nicht rechtzeitig verschwinden lassen konntest, wird der Lehrer sehr wahrscheinlich nichts bemerkt haben, da er mit einem Zettel einfach nicht rechnet. Bewahre in diesem Fall einfach Ruhe und schreibe etwas auf Dein Blatt. Falls Du nichts weißt, erfinde etwas und streiche es später wieder durch.
    Wenn Du weit vom Lehrer entfernt sitzt, kannst Du den Spickzettel auch direkt neben Dein Blatt legen. Achte aber darauf, dass das Federmäppchen vor dem Zettel liegt, so dass der Lehrer ihn nicht sieht.
    Sollte Dir der Spickzettel auf den Boden fallen, stell einfach Deinen Fuß drauf. Sobald der Lehrer nicht hinschaut, kannst Du ihn unauffällig wieder mit der Hand hoch holen.

    Bei einigen Lehrern ist es üblich, dass ein Rucksack oder ein Ordner zwischen zwei Schüler gestellt wird. Freue Dich, wenn dem so ist: Du hast jetzt eine zusätzliche Deckung und der Lehrer kann Dich schlechter erkennen.
    Eine weitere Möglichkeit, ohne großen Aufwand an gute Noten zu kommen, ist das Vorschreiben. Besonders in der Oberstufe schreibt man oft Klausuren über mehrere Stunden. Meistens wechseln sich die Lehrkräfte mit der Aufsicht ab. Es könnte sich also als ziemlich praktisch erweisen, wenn man zu Hause schon mal einen Teil (oder gar alles, falls Du das Thema z.B. in Deutsch schon weißt) auf dem richtigen Prüfungspapier mit dem gleichen Stift, den Du während der Prüfung verwendest, vorschreibst. Den Lehrerwechsel verbindest Du dann gleich mit einem Blattwechsel.

Nach der Prüfung:

Vergiss auf keinen Fall Deinen Spickzettel in der Angabe oder Deiner Arbeit (wie eine Klassenkameradin von mir). Räume Deine Spickutensilien so schnell wie möglich weg. Achte jedoch darauf, dass es der Lehrer nicht bemerkt. Meistens sind die Lehrer allerdings nach der Prüfung sowieso damit beschäftigt, alle Arbeiten einsammeln und müssen darauf achten, dass niemand mehr schreibt.

Extemporale/Stegreifaufgabe

Hier läuft es eigentlich genauso wie bei einer Klausur/Schulaufgabe ab. Solltest Du aber keinen Zettel vorbereitet haben, ist es hilfreich, die Blätter der letzten Stunden unauffällig aus Deinem Ordner zu holen und sich anschließend so draufzusetzen, dass es der Lehrer beim Austeilen der Angabe bzw. später beim Fragen beantworten oder umherwandern nicht bemerkt. Evtl. musst Du das Blatt dafür einmal in der Mitte knicken.

Wenn Du Hilfe brauchst, spreizt Du Deine Beine und der Zettel kommt zum Vorschein. Mit ein bisschen Geschick ist es sogar möglich, den Zettel zu entfalten und die andere Seite durchzulesen.

Spicker Spickzettel
Zu groß! Geht notfalls aber auch.


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